"Die Stunde der Wahrheit" oder "Der erbarmungslose Kampf gegen die Uhr"
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Super durchtrainiert kam er mal wieder daher - Fabian Pohl - Sieger des Barnim-Cup-Zeitfahren 2010 bei den Männern |
Tja, eigentlich weiß ich ja gar nicht so genau was ich schreiben soll, denn anwesend war ich ja nicht beim diesjährigen Barnim-Cup-Zeitfahren, aber wer gewonnen hat, weiß ich trotzdem ;-) Und so hinterlasse ich euch ein paar Zeilen und vor allem für alle Interessenten die Zeiten als PDF-Download.
Wieder einmal bewahrheitete sich, dass der Kampf gegen die Uhr nicht jedermanns Sache ist und so war es nicht verwunderlich, dass sich eigentlich nur "Spezialisten" der schweiß- und krampftreibenden Disziplin stellten. 19 Kämpfer wagten sich auf die 21-kilometerlange Traditionsstrecke Neuendorf-Paarstein-Neuendorf. Analog zum Grio ging es auch für die Barnim-Cup-Fahrer erst einmal bergauf, wobei der Paarsteinberg nicht ganz so lang und steil ist wie die Anfahrt zum Kronplatz ;-) Nachdem der "Hügel" bewältigt und kurz Luft geholt war, ketteten auch diejenigen wieder rechts, die den Berg mit Trittfrequenz bezwingen wollten. Danach fiel das Tacho bei den Schnellsten kaum mehr unter die 40 km/h-Grenze. Der Schweiß brannte in den Augen, die Muskeln piekten, das Herz bochte 190 mal in der Minute mit aller Kraft durch den ganzen Körper und der Kilometerzähler schien stehen geblieben - so oder so ähnlich muss es gewesen sein...
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Der WA bei der Arbeit - Professionelle Zeitnahme mit dem iPhone |
Sicher ist hingegen, dass zwei Starter, die das erste Mal beim Barnim-Cup waren, die Strecke einwenig erweitert haben und so leider wertvolle Zeit verloren. Neben menschlicher war auch materielle Ermüdung zu verzeichnen - Pechvogel des Tages ob eines gebrochenem Lenkers war Seniorenfahrer Stefan Ebert (Zehlendorfer Eichhörnchen). Glücklich indes könnte wieder einmal Fabian Pohl, dieses Jahr das Team Highworks - BH Bikes startend, sein. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 44 km/h legte er mal wieder eine Fabelzeit auf den Barnimer Asphalt, denn genau 28:31 min standen auf der Uhr, als er über die Ziellinie flog. Mit einer halben Minute Rückstand reihte sich Bernd Poethke (Radteam Cöpenick) vor Alan Kamal (PSV-Cycling-Team Berlin), der 30:53 min für die Stecke brauchte, auf den Plätzen zwei und drei ein. Die Senioren zeigten mal wieder, dass der erbarmungslose Kampf gegen die Uhr keine Frage des Alters ist, sondern eine Frage der Leidenschaft, der Gene, des Könnens - denn sowohl der Sieger René Ristau (RC Kleinmachnow) als auch der Zweitplatzierte Reinhard Scheer (FRC 90) blieben unter der magischen Zeitmarke von 30 Minuten. Auch dem Drittplatzierte gehört unsere größte Anerkennung, den Günther Hoffmann (TSG Wisman) ließ mit seinen 70 Jahren und einer Zeit von 30:45 min so manche "junge Spunde" hinter sich.
Am Ende geht unser Dank an alle Sportler, die sich auf den Weg nach Paarstein gemacht haben, um den Kampf gegen die Uhr in Angriff zu nehmen, als auch an alle Helfer, die für die Zeitnahme und Streckensicherung vor Ort waren. Auf ein Neues am Sonnabend in Falkenberg.
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