Freitag, 20. Mai 2011

Der etwas andere Rennbericht

by Felix Loepthien

Liebe Sportsfreunde, aus aktuellem Anlass werde ich diesen Bericht nicht in gewohnter Form verfassen, sondern in der Ich-Form von meinen Letzten Tagen berichten.

Das ganze begann, als ich am Donnerstagmorgen verwundert ob der offenen Kellertür die Kellertreppe hinunterstieg um da zu entdecken, dass außer meinen Malpinseln, fünfzehn Jahre alter Abtönfarben, angebrochenen Flaschen Kettenöls auch mein Rennrad geklaut worden waren. Und ich weiß, dass niemand außer den Lesern einer solchen Seite diesen Verlust besser nachempfinden können und so könnt Ihr Euch auch denken, dass ich erst mal kreidebleich und zitternd wieder aus dem Keller aufstieg um erst Torsten und dann die Polizei anzurufen. Torsten hat sich sofort bereiterklärt mir für das anstehende Rennen in Buckow sein „altes" Rad zur Verfügung zu stellen und so bin ich am selben Abend noch zu ihm gefahren um mir das Rad in den Kofferraum zu laden.

Am Freitagmorgen saß ich dann zum ersten Mal auf Torstens Rad und muss sagen, dass ich doch einen kleinen aber feinen Unterschied zu meinem Ex-Rad gemerkt habe. Vielleicht lag es am neueren Material, der besseren Schaltungsgruppe oder einfach nur an ungefähr 3000.-€ Neupreisunterschied. Naja, trotz aller möglichen Einstellungsveränderungen, eine sollte ich noch bereuen ist es ja wie Ihr alle wisst immer etwas anderes mit fremdem Material zu fahren als mit der guten alten eingefahrenen Rennschüssel.

Und so sind dann am Sonntagmittag Torsten und ich nach Buckow aufgebrochen um am knapp 70km langen Jedermannrennen an den Start zu gehen. Die Aufregung bei uns beiden war sehr groß und als dann der Startschuss fiel und wir zum ersten mal eine der wenigen Serpentinen dieser Landen gen Bollersdorf hinauffuhren bestätigte sich meine im Warmfahren angekündigte - ich nenne es mal moralische Beinmuskelblockade. Schnell war ich am hinteren Ende des Feldes und was ich auch probierte, es gelang mir nicht dieses gute luftige Beingefühl zu erlangen. So kam es dann wie es kommen musste, wenn auch anders als erwartet. Während der zweiten Durchfahrt durch Bollersdorf klappte ausgelöst durch eine Bodenwelle meine Sattelspitze nach unten weg. Ich hatte ausnahmsweise mal Werkzeug dabei und konnte so den Schaden reparieren. Gerade als ich alles wieder alles in den Taschen verstaut hatte tauchte das zweite große Feld auf und ich konnte dann am Begleitfahrzeug den Anschluss zu dieser Gruppe herstellen. Hier traf ich auch Torsten wieder, der mich ganz erstaunt anschaute, da er sich nicht ganz erklären konnte wie ich jetzt hier auf einmal ins Feld komme. An eine Überrundung wollte er nicht glauben. In diesem recht großen Feld fuhren wir beide dann ein gemütliches Rennen, welches wir beide heil überstanden.

So, jetzt wisst Ihr alle Bescheid, wenn ich zu den nächsten Ausfahrten mit meiner alten Rennscherbe komme. Achja, gelernt habe ich natürlich auch was bei der Sache. Wenn man schon von einer Versicherungsvertretung mitgesponsort wird, sollte man zumindest sein Rad versichern - Na dann beim nächsten Rad halt! Und nicht vergessen, am Samstag ist das Cupzeitfahren um Parstein.

Kommentare:

(1) von: Andreas Haertel am: Donnerstag, 26.05.2011 (Löschen)

Der freundliche Mann von der Versicherung.....und ein Fahrradhändler zum Neukauf sponsert auch den Verein. Trotzdem bestätigt leider dein Schicksal den in der neusten Polizeistatistik genannten Trend zu steigenden Haus u Whg Einbrüchen. Also vorsorgen.

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