Donnerstag, 22. September 2011

"2011 war nicht mein St. Johann wie ich es gewöhnt war"

Maximilian un Ulle bei der Senioren WM 2011

  Maximilian mit uns "Ulle" - durchtrainierter sieht unser Max aus

by Maximilian Rathke

 

So wie im vergangenen Jahr, bin ich auch dieses Jahr als Eberswalder alleine zur WM nach St. Johann gefahren. Was waren das noch für Zeiten, als ganze Gruppen von Eberswalder Radrennsportler dorthin gereist sind. List man den Schönow-Artikel von Felix, dann tun sich Parallelen auf. Für mich war es das 9. mal, dass ich das Abendteuer auf mich genommen habe; etwas ängstlich, da ich immer noch den schweren Sturz vom Rennen in Groß Dölln im Kopf und in den Rippen spüre. Die Vorwoche in der schönen Alpenregion zum Akklimatisieren hat dann doch die Bedenken fortgespült, einmal, weil ich Kontakt zur Strecke aufnehmen konnte und zum anderen, weil in Schwendt der Kurs entschärft wurde - die schmale, enge Koppelstraße mit ihrer S-Kurve ist durch eine breite geradeaus laufende Straße ersetzt worden, die man jetzt mit dem großen Blatt hochfahren kann - St. Johann-Teilnehmer wissen um die Besonderheit dieses Abschnittes.

 

Die beiden Wochen meiner Anwesenheit dort waren von schönstem Sommerwetter geprägt, so schön, dass ich mich an Rudi Carrell erinnern musste, der das Lied „ ... ein Sommer wie er früher einmal war“ gesungen hat. Allerdings zeigte das Thermometer um die Startzeiten herum immer über 30° C im Schatten an. Da kochte einem dann das Gehirn, wenn man oben über die Huberhöhe fuhr. Eine nasse Mütze mit ein paar Chinatropfen aufgetröpfelt half etwas. Zu den Rennen selbst; 2011 war nicht mein St. Johann wie ich es gewöhnt war. Vorher war ich immerhin 8 mal dort gewesen und habe insgesamt 16 Pokale eingefahren. Dieses Jahr bin ich leer ausgegangen. Warum? Weil ich bei zwei von drei Rennen oben an der Huberhöhe habe reißen lassen müssen. An der Kuppe fehlten 10 m, die ich einfach nicht schließen konnte, und von hinten ein großes Loch, sodass es zu lange gedauert hat, bis sich eine Gruppe für die Verfolgung zusammen fand. Nur bei meinem Welt-Cup Ü70 war ich vorne mit dabei, konnte aber zum Schluss aus der Bedrängnis heraus keinen Endspurt fahren. Das war für mich also St. Johann 2011. Von den bekannten Barnim-Cup-Teilnehmern ist zu berichten, dass Reinhard Scheer beim ZF Bronze und Günter Hoffmann Silber gewonnen haben. Gratulation auch von dieser Stelle aus. Weitere bekannte Leute aus unserem Umfeld waren, Michael Winselmann, Reinhard Runge, Sascha Schneider mit seinem Trainer Retschke und Jens Spitzbart (wenn ich jemanden vergessen habe, dann Entschuldigung).

 

Viele prominente Gäste waren dieses Jahr vor Ort, so solche bekannten Leute wie, Jan Ullrich, Täve Schur, Olav Pollack und Francesco Moser, die als Ehrengäste fungierten und Pokale übergaben. Das erste Rennen 2011 wurde von Jan Ullrich angeschossen. Für mich waren es 13 schöne Tage, auch wenn Erfolge ausblieben. Aber die ganze Atmosphäre, das Zusammensitzen und Quatschen mit Sportfreunden aus ganz Deutschland, die man inzwischen kennt, beim Cappuccino oder beim Bier während alpenländischer Schrammelmusik (ha, ha) auf dem Hauptplatz in St. Johann, macht sehr viel Spaß. Eigentlich ist St. Johann für jeden Master ein Muss. Vielleicht bin ich nächstes Jahr nicht wieder alleine. Übrigens, wenn Harald Baumann die 50.000 € als Gebühr für die Austragung einer WM zusammen bekommt, dann findet wieder eine UCI-WM statt. Dieses Jahr nannte sich das Ganze „Masters Cycling Classic" auf Basis einer Föderation. Übrigens wird für Dirk Schröder und Andreas Ihde interessant sein, dass es am Samstag, meinem Abreisetag, in Strömen geregnet hat. Die Sportfreunde Spitzbart und Schneider hat es voll getroffen. Na ja, man kennt es, wie ekelhaft dieser Kurs bei Starkregen ist.

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