Von Bier, Würstchen, Musik und - ach ja - Radsportlern
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Torsten (l.) und Erik verausgaben sich vollends und platzen fast |
Schon fast zur Tradition geworden ist unsere alljährliche Fahrt zum 6-Tagerennen nach Berlin. Dieses Jahr war es nun endlich soweit, lange haben wir - und mit uns Tausende weitere Berliner - darauf gewartet, Ete im Hauptstadtoval jagen zu sehen. Zusammen mit seinem Partner Robert Bartko heizte er die Massen ein. Ein Zugpferd ohnegleichen, hatte die Halle bis unters Dach gefüllt. Ich kann mich jedenfalls nicht mehr daran erinnern, in den letzten Jahren ein so volles Velodrom erlebt zu haben, auch meine empfindlichen Gehöhrgänge bestätigten mir diesen Eindruck - die Lautstärke bei den Punktesprints war ohrenbetäubend. Wir - zu zehnt angereist und noch verstärkt durch weitere Vereinsmitglieder vor Ort - mischten ordentlich mit beim Konzert der Pfeifen. Ganz besonders Erik und Torsten gaben alles, was auf dem Beweisfoto festgehalten wurde. Sollten die Pfeifen doch einmal aus der Hand gelegt worden sein, füllte sich diese auch gleich mit Stärkung in Form von Cola, Bier, belegten Brötchen usw. Wobei der Konsum von Zweiterem sehr zu empfehlen war, um alsbald die doch ordentlichen Preise für die Getränke und Snacks nicht mehr wahrzunehmen und uneingeschränkt genießen zu können. Die allbekannten Showeinlagen auf der Bühne des Sechstagerennens erlaubten dann doch mal den Blick von der Bahn zu wenden und ein wenig durch die Gänge zu schlendern. Wobei dies wirklich nur empfehlenswert war, wenn man entweder eine dicke Geldbörse bei sich trug oder resistent auf alle brauchbaren und unbrauchbaren Dinge der Radsportwelt reagiert. Wenn es nach meinem "Haben-Will-Faktor" gegangen wäre, hätte ich einen großen Transporter gebraucht, um nach Hause zu kommen. Doch dank der mahnenden Stimme neben mir, verkniff ich mir alle Ausschweifungen und ging mit der leeren Börse, mit welcher ich gekommen war. Auf dem Weg zurück auf die Plätze traf man die eine oder andere freundliche Gestalt aus der letzten Saison, wobei erschreckend viele so etwas wie einen kleinen Bauch vor sich hertrugen. Aber die Straßensaison in Deutschland hat ja noch nicht begonnen und etwas Zeit bleibt ja noch, um diesen kleinen Fettpölsterchen den Garaus zumachen. Zurück auf den Plätzen blickte man wieder auf durchtrainierte und voll im Stoff stehende Sportler - bitte nicht falsch verstehen, gemeint ist natürlich die Form. Die letzte Jagd des Berliner Sechstagerennens 2009 und des Sportlers Erik Zabel war an Spannung kaum zu überbieten und am Ende trug das Duo Zabel und Bartko, war es anders überhaupt möglich, denn Sieg davon. Eine Ära ist zu Ende, doch die Nachfolger stehen schon bereit und scharen mit den Hufen und vielleicht begeistert uns im nächsten Jahr erneut der kluge Roger aus Cottbus, welcher mit seinem Partner de Ketele fast unbemerkt den dritten Platz erkämpfte.
Eine spannende und schöne Nacht neigte sich dem Ende und ich, Michaela, möchte es an dieser Stelle nicht verpassen, mich noch einmal bei Torsten zu bedanken, der uns Jahr für Jahr mit Karten versorgt und uns dieses Erlebnis ermöglicht. Auch Dank an Max, der mal wieder Chauffeur für mich gespielt hat.
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