Lang ersehnter Sieg beim Barnim-Cup
Endlich, beim 4. Barnim-Cup-Rennen der Saison 2009 hat ein Fahrer gewonnen, welcher seit langer Zeit dafür gearbeitet hat und schon kaum mehr daran glauben mochte, dass es doch noch klappen würde. Wer dieser Glückspilz ist, erfahrt ihr, wenn ihr weiterlest.
|
|
Ruhe vor dem Sturm - Was mag wohl in den Köpfen vorgehen? |
Zur Freude einiger wenige und zur Beängstigung der meisten Starter, stand am Sonnabend die wohl härteste Prüfung des Barnim-Cups laut Papierform auf dem Programm. Der Oderberg, der Struwenberg, der Anstieg nach Cöthen hoch, die Windkante auf der freien Feldstrecke nach Dannenberg, der Falkenberg, welcher für die Senioren noch zwei mal und für die Männer noch drei mal zu erklimmen war, und zu guter letzt noch einmal der Endspurt hoch zum Oderberg. Eigentlich ist man schon vom Lesen k.o., doch nichtsdestotrotz nahmen 34 Fahrer diese Strapazen freiwillig auf sich. Einige der Senioren konnten es scheinbar gar nicht erwarten und so ging es im Feld "der alten Herren" sofort zur Sache. Eine Attacke folgte der nächsten. Am Struwenberg bröckelte es zum ersten Mal richtig und der folgende Anstieg nach Cöthen hoch zog einigen weiteren Fahrern, welche sich noch über den Struwenberg gekämpft hatten, den Zahn. So bildete sich eine Spitzengruppe von sieben Mann. Dabei waren die Eberswalder mit drei Pedaleuren sehr gut vertreten. Auf dem Weg zur Wende blies den Fahrern der Wind heftig ins Gesicht, das Tacho schien bei 28 km/h wie festgefroren und die Pulsuhr piepte laut und warnte vor Herzrasen. Nach dem die Wende hinter Dannenberg endlich erreicht war, wurden die Sportler mit ordentlich Rückenwind belohnt und die Kraft reichte noch für einen freundlichen Gruß zur sich im Wind quälenden Männerspitze auf der Gegenfahrbahn. Diese ließen es bis zum Schiffshebewerk eher ruhig angehen, um das Feld dann mit einem harten Antritt am Struwenberg auseinanderzureißen.
|
|
Die Spitze der Senioren - drei Mal Schwarz-Orange im Blickpunkt |
Auch an der Spitze der Männer waren die Eberswalde mit zwei von fünf Startern in der "Überzahl". Neben den beiden Waldstädtern Erik Süß und Andreas Ihde wurde die Gruppe durch Lars Grießig (PSV Olympia Berlin), Michael Gehrmann (RV Iduna) und dem Strausberger Philipp Hennig komplettiert. Bis auf letzteren, der nach der Wende von seinem Teamkollegen Thomas Altmann, welcher sich in der Verfolgung befand, dazu animiert wurde, zu bremsen, beteiligten sich auch alle an der Führungsarbeit und der Vorsprung vergrößerte sich zusehends. Die beiden Eberswalder versuchten noch zwei, drei Mal einen Attacke zu lancieren, konzentrierten sich dann aber nach den drei quälenden Runden am Falkenberg langsam auf den Endspurt. Die Männerstaffel lief zu viert mit hohem Tempo weiter in Richtung Ziel, während sich einige der Senioren noch nicht mit einem Sprint abfinden wollten. Insbesondere unser Starter Carsten Lindström versuchte es immer wieder. Rauf nach Liepe attackierte jedoch Christian Jäger (RV Berlin 1988) und konnte einen kleinen Vorsprung rausfahren. Während sich die anderen Senioren einreihten, um das Loch gemeinsam wieder zu schließen, zeigte Carsten Nerven und schloss mit einer Attacke den Abstand. Leider verlor dabei Teamkollege Uwe Rosenkranz, der gerade aus der Führung kam, den Anschluss und konnte ihn bis zum Ende des Rennens auch nicht mehr herstellen. Somit stand sowohl bei den Senioren als auch bei den Männern einige Minuten später ein Zielsprint aus einer 5er-Gruppe an.
|
|
Verfolgerfeld der Männer beim Anstieg nach Cöthen hoch |
Bei den Senioren setzte sich Christian Jäger vor Carsten Lindström und Gerhard Wegner (RV Iduna) durch. Die weiteren Punkte sicherten sich aus der Gruppe Michael Winselmann (Weltraumjogger Berlin) und René Ristau(Kleinmachnow). Die letzten beiden Punkte erkämpften sich die beiden Motor-Starter Uwe Rosenkranz und Andreas Haertel. Für die wirklich stark fahrenden Verfolger Karl Haak (Eberswalde), Seniorenweltmeister Reinhard Scheer (FRC 90) und Daniel Gabriel (RV Iduna) blieben am Ende zwar keine Punkte übrig, aber die Anerkennung der Leistung. Nachdem die letzte Anstrengung des Endkampfes aus den Gesichtern der Senioren verschwunden waren, setzten auch schon die Männer zum Zielspurt an. Der Eberswalder Erik Süß eröffnete den Kampf um den Sieg und konnte am Zielstrich mit einem Tigersprung einen engen aber doch eindeutigen Sieg für sich verbuchen. Endlich, war der erste Gedanke, der vielen an der Linie durch den Kopf schnellte. Endlich hat es der Erik mal geschafft. Lange schon kämpfte er um einen Sieg beim Barnim-Cup, immer wieder hat er die Rennen mitbestimmt und die Felder gesprengt, doch für einen Sieg sollte es, bis auf einmal vor langer, langer Zeit, nicht reichen. Heuer beweist er mit diesem Erfolg seine gute Form, die er am zurückliegenden Wochenende beim Scan-Haus-Cup in Marlow schon andeutete und einen 14. Platz am Sonnabend herausfuhr. Auf den Plätzen beim 4. Barnim-Cup landeten bei den Männern Phillip Hennig (Strausberg) und Lars Grießig (PSV Olympia Berlin).
Am kommenden Wochenende stehen die Landesmeisterschaften in Schenkendöbern auf dem Programm. Hiefür wünschen wir allen Aktiven vom SV Motor Eberswalde viel Glück, genug Luft und gute Beine. Felix, der derzeit in seiner alten Heimat unterwegs ist, drücken wir die Daumen für seinen Start beim Radklassiker "Rund um den Henninger Turm", welcher dieses Jahr in "Eschborn-Frankfurt City Loop" umgetauft wurde. Felix, lass es krachen beim Sprint in Oberursel ;-)
Dein Kommentar:
* Bitte unbedingt ausfüllen - danke!