Zeitfahren beim Barnim-Cup - Altmeister Reinhard Scheer versenkt selbst alle Männer
|
|
Reinhard Scheer (vorne), hier beim Start zum
Zeitfahren der |
Mit einem dicken Paukenschlag ging das 6. Barnim-Cup-Rennen, ein Zeitfahren über 21 km, zu Ende. Altmeister Reinhard Scheer (FRC 90) versenkte mit einer Zeit von 28:57:34 nicht nur alle jungen Senioren, sondern steckte auch alle Männer in die Tasche. Abermals bewies der 65-jährige damit, dass er in dieser Disziplin zu den Besten der Welt in seiner Altersklasse gehört. Insgesamt acht Männer und neun Senioren bissen sich an seiner Zeit die Zähne aus - ein kleines Starterfeld, aber dafür fast alles Spezialisten und Liebhaber dieser besonderen Herausforderung. Teilweise wurde Giro d'Italia-taugliches Zeitfahrmaterial an die Startlinie geschoben, andere wiederum kamen mit schönen alten, aufgemotzten Stahlrahmen daher. Allen gemein war jedoch die Bereitschaft, sich bis zum Letzten zu quälen. Bei gutem Wetter und günstigem Wind stand dem Erreichen schnellster Zeiten nur die eigene Form im Weg. Um 10:10 Uhr ging der erster Renner auf die Strecke, gefolgt von der Konkurrenz, welche jeweils mit Abstand von einer Minute auf die Jagd ging.
Das schneidende Geräusch der Zeitfahrscheiben hörte man noch lange nachhallen und auch der Duft des bevorstehenden Kampfes lag noch einige Augenblicke in der Luft. Die Zeitnehmer und Gäste hatten kaum den letzten Sportler auf die Strecke geschickt und ein paar Wetten auf den Sieg abgeschlossen, da schossen auch schon die ersten Senioren über die Ziellinie. In kurzen Abständen folgte Fahrer um Fahrer und am liebsten hätten alle gleich per Zuruf ihre Platzierung gewusst, doch da wir, die Zeitnehmer, noch nicht über hellseherische Qualitäten verfügen und noch Sportler auf der Strecke waren, mussten alle, auch die Ungeduldigsten, noch ein wenig ausharren. Dann war es amtlich: Der älteste Starter, Reinhard Scheer, fährt Tagesbestzeit. Zwar reichte es nicht zur Bestzeit ever, aber der persönliche Rekord für diese Strecke war unterboten und die junge Konkurrenz staunte nicht schlecht und ließ sich die Zeit gleich noch einmal auf der Zunge zergehen. Gratulation an Altmeister Scheer. Der zweite Platz bei den Senioren ging mit einer Zeit von 29:36:64 an Torsten Riedel (RV Iduna Berlin) und den dritten Rang erkämpfte sich in 30:27:53 Carsten Lindström (Eberswalde), der damit auch die Führung in der Gesamtwertung zurückeroberte. Bei den Männern gewann still und leise und zur Überraschung der meisten Anwesenden David Jachwitz (Polizei SV Berlin) mit einer Zeit von 29:17:19. Hinter ihm nahmen auf den Rängen Marco Sengstock (USC Kiel) und Andreas Ihde (Eberswalde) Platz. Sie brauchten für die 21 km 29:24:34 bzw. 29:52:12. Hervorzuheben ist noch die wirklich gute Zeit der einzigen weiblichen Teilnehmerin Lydia Wegemund. Mit 31:23:78 hat sie sich den Applaus der männlichen Sportkollegen redlich verdient. Am Ende der Veranstaltung wusste jeder mal wieder wo er steht und ob die Form für nahestehende Zeitfahrprüfungen stimmt. Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern, welche die Anreise und die Strapazen des Rennens auf sich genommen haben sowie bei allen Helfern am Streckenrand. Die komplette Ergebnisliste mit den gefahrenen Zeiten könnt ihr euch hier downloaden.
Dein Kommentar:
* Bitte unbedingt ausfüllen - danke!
Kommentare:
(1) von: Marco Sengstock am: Samstag, 23.05.2009 (Löschen)
Euer Zeitfahren hat mir echt viel spaß gemacht. Schade das mir am Ende 6 sec. gefehlt haben. Bis zum nächsten mal. Lob an die Ausrichter. Gruß Marco