Fernfahrt Eberswalde-Potsdam-Eberswalde von allen Teilnehmern überlebt worden
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Etwa die Hälfte der Strecke liegt hinter der Handvoll "Verrückten", welche hier an der Glieniker Brücke zum Fotoshooting pausierten |
Wie fühlt man sich eigentlich, wenn man mal eine anständige Männertrainingseinheit fährt??? Diese Frage muss wohl den einen oder anderen unserer Mitglieder umgetrieben haben, denn anders ist die aufkeimende Idee, eine Runde von Eberswalde über Hohen Neuendorf nach Potsdam und zurück zu drehen, nicht zu erklären. Ihren Ursprung nahm diese Idee bereits im Trainingslager auf Mallorca, doch wurde sie da von vielen als Spaß abgetan und in den hinteren Hirnteil für Gespinste verbannt. Doch kurz vor Pfingsten holte einige Sportler die Erinnerung an dieses verrückte Vorhaben wieder ein und so wurde die Werbetrommel für die Fernfahrt Eberswalde-Potsdam-Eberswalde gerührt. Das sich am Ende nur sieben Fahrer auf dieses Abenteuer einließen, lag zum einen daran, dass einige über Pfingsten im Urlaub oder bei Renneinsätzen in Dänemark waren und zum anderen daran, dass sich nicht alle diesen Strapazen gewachsen fühlten. Den Mut sich auf den langen Weg zu machen hatten Peter Fischer, Christian Waldmann, Florian Ebert, Felix Loepthien, Wolfgang Schügner, Friedhelm Blömers und Torsten Strenge (auf dem obigen Bild v.l.n.r.). Wobei Wolfgang und Friedhelm erst in Hohen Neuendorf zu der Eberswalder Truppe stießen und nicht gar so lange im Sattel sitzen mussten. Für die Waldstädter ging es Punkt 8.00 Uhr warm eingemurmelt auf ins Abenteuer. Begleitet wurden sie von frischem Wind und tiefhängenden Wolken, welche anfänglich auch noch einige Regentropfen spuckten. Insbesondere Peter, der aus Altreetz kommend, die weiteste Anfahrt hatte, wurde vom obigen Nass bedacht. Nach einer kleinen Pause und der Zuladung von Wolfgang und Friedhelm ging es weiter in Richtung Potsdam. Auf dem Weg dorthin wurden neben der sportlichen Betätigung in Form einiger Bergsprints auch ausführlich den Sehenswürdigkeiten gedacht. So gab es unter anderem Fotoshootings an der Glienicker Brücke und am Grunewaldturm.
Nach kleiner Stärkung im wetterbedingt leeren Biergarten in Potsdam ging es mit aufgefrischtem Elan auf die Rückfahrt. Leichte Ermüdungserscheinungen krochen so langsam in den Teilnehmern hoch und das Wetter wollte auch nicht so wirklich besser werden. Zwar wagte sich der Regengott nicht noch einmal auf die fleißigen Radsportler hinabzuweinen, aber die Sonne wollte an diesem Tag nicht so recht Arbeit leisten. Endlich in Hohen Neuendorf angekommen, wussten Wolfgang und Friedhelm zwar was sie getan hatten, aber auch, dass sie es nun hinter sich haben. Im Gegensatz zu den anderen fünf Radlern, welche nach einer erneuten Stärkung in Wolfgangs Vorgarten noch ein gutes Stück Arbeit vor sich hatten, konnten die beiden bereits die Beine hochlegen. Vorne gegen den Wind stemmend übernahm Felix und Torsten die Führungsarbeit, während Peter hinter den beiden "Neulingen" Christian und Florian für Zusammenhalt sorgte. Florian, der anfänglich noch bei allen Bergsprints mit eingreifen musste, ließ am meisten Federn und musste immer wieder von Peter aufgebaut und zum weiterfahren gedrängt werden. Ab und an hieß es für Peter auch schieben, schieben, schieben. Ohne Peter würde Florian vermutlich noch jetzt total erschöpft in einem Straßengraben sitzen. Gegen 17.30 Uhr erreichten die Tageshelden der Landstraße endlich heimatliche Gefilde. Etwa 235 Kilometer standen auf dem Tacho und ein Stundenmittel von 29 km/h wurde festgehalten. Die fünf Überlebenden verabschiedeten sich und kämpften, jeder für sich alleine, die letzten Kilometer bis zur jeweiligen Haustür. Nur Peter hatte noch mal einen kleinen Kanten vor sich. Endlich in Altreetz angekommen konnte er sich mit 266,5 km die Tagesbestmarke anschreiben.
Am Ende waren sich alle einig: Trotz Anstrengung und nicht idealem Wetter eine super Tour, auf welcher viel gelacht wurde. Einer Wiederholung, mit dann hoffentlich größerer Beteiligung, steht also im nächsten Jahr nichts im Wege. Ach ja, um auf die Ausgangsfrage zurückzukommen, man fühlt sich übrigens ordentlich kaputt, wenn man mal so eine richtige Männertrainingseinheit absolviert hat.
P.S. Die wenigen Bilder, die während der Pausen gemacht wurden, sind in der Galerie zu finden. Ich hoffe, ich habe eure mündlichen Berichte, welche mich bei den nachfolgenden Trainingsausfahrten erreichten, gut zusammengefasst und den Tag zufriedenstellend wiedergegeben.
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Kommentare:
(1) von: Torsten am: Donnerstag, 04.06.2009 (Löschen)
Michaela haste jut jemacht. Aber der leere Biergarten ist nicht in Potsdam sondern am Grunewaldturm in Berlin.;-)