Montag, 06. Juli 2009

Nachbericht zum Rennwochenende in Cottbus anlässlich der Deutschen Meisterschaft der Elite

Cottbus 2009 - Erik sein gebrochenes Pedal

    Mit gebrochenem Pedal davongekommen - Erik entgeht Sturz

Es ist Sonntag frühmorgens und die Stadt in der Lausitz ist bereit für einen großen Tag. Es finden die deutschen Meisterschaften im Straßeneiner statt. Im Rahmen dieser Veranstaltung findet auch das 48. Straßenrennen "Cottbus-Görlitz-Cottbus" statt. Neben einem U23-Lizenzrennen hat der Veranstalter die restlichen Rennen zu attraktiven Jedermannrennen verschiedener Länge umgestaltet. Die Organisation ist hervorragend und der Start an der Messehalle tut der Zuschauerresonanz gut.

Um 8 Uhr machen sich die ca. 110 „Jedermänner", unter denen auch einige Exprofis sind, auf die 192 km. Mit dabei 3 Eberswalder, Uwe Rosenkranz, Erik Süß und Andreas Haertel. Während sich das Feld gemütlich bei Tempo 40 die erste Stunde warm rollt, bleibt genügend Zeit für die Fahrer sich untereinander zu unterhalten. Viele bekannte Gesichter des Barnimcups sind dabei, so die Thiele-Brüder, die Teubeltruppe, Michael Winselmann und Alexander Tiedtke. Allerdings verpennt das Feld dabei das langsame Absetzen von 6 Fahrern nach bereits 10 km. Mit Respekt vor der langen Distanz lässt man die Fahrer, unter denen die Sportfreunde Winselmann und Tiedtke sind, aus dem Blickfeld ziehen.

Während sich das Wetter etwas verdunkelt und das Peloton gerade einen kleinen Ort bei km 75 zügig durchfährt, wechselt der Straßenbelag schlagartig auf Wienerpflaster. An sich nichts Schlimmes. Jetzt zeigen sich jedoch die Probleme von Jedermannrennen bei denen nicht alle Fahrer immer mit der entsprechenden Disziplin und dem entsprechenden Können agieren. Es kommt mitten im Feld zu einem Sturz in den Jürgen Thiele schwer zu Fall gebracht wird (Gute Besserung). Erik muss sein ganzes Geschick aufbringen um auszuweichen, dabei touchiert er eine Mauer mit der Pedale, die dabei zerbricht. Die folgenden Kilometer verzweifelt er an seinem Schuh, der bei jedem Antritt herausrutscht. Trotzdem quält sich Erik, der nur noch treten und nicht mehr ziehen kann, noch über die Hügel an der Wende kurz vor Görlitz. Leider kann ihm der „dicke" Kamerad Andreas nicht helfen, da er selber an den Hügeln alles geben muss, um den Anschluss zu halten. Neben ihm erwischt es Uwe, der kurz mal unaufmerksam ist und im Anschluss nur Jedermänner findet, die leider nicht in der Lage sind einen Kreisel zu bilden und das Loch zu schließen.

Die Ausreißer haben zu diesem Zeitpunkt 3 Minuten Vorsprung. Das Feld rollt nun recht zügig bei sehr geringem Gegenwind Cottbus entgegen. Ab km 150 wird nun ständig vorne attackiert, weil man die Ausreißer auf den ellenlangen Geraden bereits sehen kann. Wow, jetzt spürt man die Länge und das Tempo zieht deutlich an. Bei Km 160 krampft es bei unserem im Feld verbliebenen Fahrer in den Oberschenkeln, etwas kleinere Übersetzung hilft auch nicht, Andreas fliegt einfach weg. Platt, der Mann! Einsam rollt er noch zum Ziel. Trotzdem steht am Ende ein guter 11. Platz in der Altersklassenwertung Senioren II zu Buche.

2 km später hat das Feld die Ausreißer gestellt. Über das grobe Kopfsteinpflaster (km 175) lichten sich noch etwas die Reihen. Am Ende können sich noch zwei Fahrer leicht absetzen und um den Sieg spurten. Es bleibt festzuhalten: Hartnäckigkeit zahlt sich manchmal aus, denn unser Fahrer Uwe Rosenkranz ist dann trotzdem noch mit seiner Gruppe ins Ziel gefahren und so 3. seiner Alterklasse (Senioren III) geworden und der Verein SV Motor Eberswalde wurde auch in der Lausitz bekannt gemacht.
Danke für den Rennbericht an Andreas Haertel

Cottbus 2009 - Kriterium

  Torsten und Felix auf Rundenjagd, Punkte waren unerreichbar

Nicht ganz so lange unterwegs waren die beiden Eberswalder Torsten Strenge und Felix Loepthien. In der Ausschreibung standen 125 km, auf dem Tacho am Ende des Rennens 135 km. Bereits am Vortag bestritten die beiden Waldstädter das Jedermannkriterium über 25 Runden und insgesamt 38 km. Die „Jedermänner" fuhren die schnellste Runde des Tages und ließen es richtig krachen. Einige der Starter wären wohl besser in der Lizenzklasse aufgehoben, aber dieses Problem ist ja bekannt. Für Torsten und Felix lief es unter Berücksichtigung der Tatsache, dass sie echte Jedermänner sind ganz gut. Am Ende eines harten aber schönen Rundenwirbels hat Felix eine und Torsten zwei Runden gefressen. Der Abend klang bei einem leckeren Essen beim Italiener, wo man den ganzen Profis auf den Teller schauen konnte, aus. Die Nacht verbrachten die beiden bei Erik im Stundentenheim, wer nun im Bad und wer im Flur geschlafen hat, ist unbekannt. Jedenfalls waren sie am Morgen des Straßenrennens wieder guter Dinge und hielten sich lange im Führungsfeld. Irgendwann an einer Pflasterpassage musste Torsten reißen lassen und fuhr am Ende mit leichtem Rückstand auf Platz 54 ein und landete damit genau in der Mitte des Starterfeldes. Felix kämpfte sich wacker durch und verlor auf den Sieger nur schlappe 17 Sekunden. Zwar konnte er seinen 11. Gesamtplatz vom vorigen Jahr nicht toppen, war aber dennoch zufrieden. „Ein tolles Wochenende", schwärmt Torsten noch heute.

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