Kräftemessen der Sprinter beim 8. Barnim-Cup
Die Bauarbeiten an der Brücke zwischen Finowfurt und Zerpen-schleuse
sind immer noch nicht abgeschlossen und so mussten wir auch beim 8.
Trainingscup eine Ausweichstrecke fahren, welche jedoch zu 80 % mit der
geplanten Wegführung identisch war. Zur Freude vieler und zur
Enttäuschung weniger viel somit das kurze aber heftige
Kopfsteinpflasterstück in Groß Schönebeck von der
Menükarte. Dafür gab es den Altenhofer Berg, der eigentlich
nicht eingeplant war, als Zwischenmahlzeit. Das Wetter zeigte sich zwar
nicht von seiner sonnigen Seite, aber war auch bei Weitem nicht so
schlecht, wie uns die Wettervorhersage im ORB-Videotext viele Tage
glauben machen wollte. So kamen wir um den prophezeiten Dauerregen
herum, nur der Wind blieb übrig. Und genau dieser sorgte dafür,
dass keiner der Ausreißversuche erfolgreich war.
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In Cavendish-Manier - Thomas Altmann gewinnt überlegen |
Wie immer starteten die Männer hinter den Senioren. Dieses mal waren sie mit nur 3 Minuten Zeitballast belegt und das machte sich im Rennverlauf auch bald bemerkbar, denn diese Differenz sollte doch schnell geschlossen sein, dachten sich die Jungspunde und gaben richtig Gas. An der Abfahrt zum Werbellinsee hatten die Männer den Rückstand schon halbiert und wir im Begleitfahrzeug gaben den älteren Herren vorne nur noch wenige Kilometer. Doch es zog sich länger hin als gedacht und als wir mit dem Auto vom Männerfeld zum Absperren nach vorne fuhren, zeigte sich, dass der Vorsprung für die alten Hasen wieder gewachsen war. In den ersten Hügeln zwischen Eichhorst und Groß Schönebeck wurden noch einmal Attacken gesetzt, aber keine war von Erfolg gekrönt und so nahmen die Mannen vorne etwas raus und so kam es kurz nach der Wende zum Zusammenschluss beider Felder. Schnell bildeten sich Allianzen zwischen Jung und Alt und immer wieder versuchten sich kleine Grüppchen abzusetzen. Doch immer wieder fanden sich hinten Fahrer mit genügend Körner, die das Loch schlossen. Kurz vor dem Altenhofer Berg setzte sich mit Birgit Hollmann die einzige Frau im Feld ab. Man ließ sie gewähren und einen kleinen Vorsprung rausfahren. Leider schafften wir es mit dem Begleitfahrzeug trotz höchstem Tempo nicht mehr bis zur Wendestelle am Feld vorbeizukommen und so schoss sie über diese hinaus. Einige Meter später, durch lautes Hupen unsererseits aufmerksam geworden, bemerkte sie ihr Missgeschick und drehte. Die Männer warteten geschlossen, bis sie wieder Anschluss gefunden hatte. Dadurch verlor jedoch der Altenhofer Berg, den es nun zu bewältigen galt, an Ausscheidungspotenzial, denn der erste Teil war schon im "Bummeltempo" absolviert. Der Eberswalder Erik Süß setzte zwar noch einmal eine richtige Attacke, welcher auch vier Senioren zum Opfer fielen, alle anderen jedoch konnten folgen und so standen alle Zeichen auf Massensprint.
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Die erste Gruppe direkt nach der Wende - vorne ein
dänischer |
Auf den letzten Kilometern zum Ziel hin versuchten die Nicht-sprinter noch einmal ihr Heil in der Flucht. So zog das Tempo doch noch einmal merklich an und einzelne Fahrer mussten die Gruppe wehmütig ziehen lassen. Doch die nach Papierform schnellsten Männer des Tages saßen mit Thomas Altmann (RSC Strausberg), Thomas Teubel (Team Helle Mitte Berlin) und Nico Lobjinski (SV Motor Eberswald) noch im Feld. Am Ende hatte der Strausberger an diesem Tag die besten Beine und gewann in Cavendish-Manier mit eindeutigem Vorsprung. In einem starken Finish sicherte sich Nico den zweiten Platz. Bei den Senioren ging es zwar knapper zu, aber auch in dieser Klasse mussten sich die Eberswalder mit einem 2. und 3. Platz "begnügen". Es gewann Gerhard Wegner (RV Iduna) vor Uwe Rosenkranz und Carsten Lindström, dessen vollständiger Name Carsten Lindström Nielsen ist und in Kurzform also nicht - wie bisher geglaubt und verwendet - Carsten Lindström sondern Carsten Nielsen heißen muss ;-)
Gratulation an alle Sieger und Platzierten, aber auch an Florian Ebert, erst seit wenigen Wochen Mitglied beim SV Motor Eberswalde und das erste mal im Radsportverein, der sein erstes Trainingsrennen fuhr und mit Bravur gemeistert hat und erst im Endkampf auf den letzten Kilometern reißen lassen musste.
Am kommenden Sonnabend steht mit der Zweietappenfahrt eine besondere Herausforderung für alle Barnim-Cup-Starter auf dem Programm. Am Vormittag gilt es sein Können im Kampf gegen die Uhr zu beweisen und dabei trotzdem genug Körner für den Straßenkampf am Nachmittag zurückzuhalten. Denn der Sieg geht am Ende an den Fahrer mit den meisten Punkten aus beiden Rennen. Wir freuen uns auf euch und auf einen fairen Wettkampf.
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