Samstag, 18. Juli 2009

Zweietappenfahrt trocken und zufrieden überstanden

Der Wetterbericht ließ Böses erahnen und die Angst, dass die Zweietappenfahrt genauso ins Wasser fällt wie das Bahnrennen zur 100-Jahrfeier des Vereins vor zwei Wochen, war groß. Doch wir sollten heute etwas mehr Glück haben und der Regen verzog sich rechtzeitig zum Frühstück, so dass die Straßen vom Wind zum Start des Einzelzeitfahrens um 10.00 Uhr schon wieder vom nächtlichen Unwetter getrocknet waren. Auf Grund einer Überschneidung mit einem Kriterium im Berliner Raum und der Tatsache, dass die ersten Urlaubsflüchtlinge bereits das Weite gesucht haben, war die Zweietappenfahrt nicht so stark besetzt, wie in den Vorjahren. Nichtsdestotrotz waren die 18 Anwesenden, die sich zunächst einmal am Vormittag dem Kampf gegen die Uhr stellten, guter Dinge.

9. Barnim-Cup - Pause

 Teile des Zeitfahr- und Straßenequipment zwischen den Etappen 

Ein paar neidische Blicke konnte man schon im Fahrerlager entdecken, denn das Zeitfahrmaterial einiger Starter hätte ohne Weiteres "Tour-de-France-Potential". Am Ende musste jedoch jeder mit seinem Esel vorliebnehmen und es ging im 1-Minuten-Takt auf die 22 km lange Strecke. Kleine Wellen mussten mit dem großen Blatt weggedrückt und der Wind nach der Wende bezwungen werden. Am besten kam der eher klein und schmächtig wirkende Jörn Hoffmann (BRC Semper) mit den Tagesbedingungen zurecht und so sicherte er sich mit einer Zeit von 32:21 Minuten den Sieg bei den Männern. Den 2. Platz fuhr Sascha Schneider (Borgsdorf) in 33:04 Minuten ein und zeigte damit aufsteigende Zeitfahrqualitäten. Dritter wurde bei der ersten Tagesetappe Daniel Scheer in 34:27 Minuten (FRC 90). Da er jedoch, genauso wie der Viertplatzierte Christian Quandt (SV Motor Eberswalde), am Nachmittag zum Straßenrennen nicht mehr antrat, wurde er und auch Christian in der Punktewertung außer Konkurrenz gewertet. Bei den Senioren gewann - nein, dieses mal nicht Dauersieger Reinhard Scheer (FRC 90), sondern - Rene Ristau (Kleinmachnow). Mit seiner Zeit von 32:42 Minuten verwies er den für die Gesamttageswertung außer Konkurrenz startenden Oderstädter um 11 Sekunden auf einen starken 2. Platz. Dritter im Kampf gegen die Uhr wurde bei den Senioren Jens Spitzbart (SSV Gera). Die Platzierung von Peter Witt musste auf Grund eines Rechenfehlers noch korrigiert werden. Er wurde somit nicht 3. sondern 4. - Wir bitten um Entschuldigung.

9. Barnim-Cup - Verdiente Pause

  Das Rennrad als Wäschetrockenständer vorm 2. Tagesabschnitt

Die erste Etappe war geschafft und einige Fahrer waren es sichtlich auch. Die Autos wurden auf Grund des zwar trockenen, aber dennoch kühlen Wetters zu Ruhekojen umgebaut. Warmer Kaffee und süßer Kuchen wurde bereits zum Mittag verteilt, denn man hatte ja genug, denn es waren ja weniger Starter gekommen als "Bäckermeisterin" Michaela eingeplant hatte. Die Rennräder dienten als Wäschetrockenständer und wenn man ganz genau hinhörte, konnte man das eine oder andere leise Schnarchen vernehmen. Doch pünktlich um 13.30 Uhr standen alle wieder zur zweiten Tagesetappe in Rennmonteur an der Startlinie. Wobei die drei Nur-Zeitfahrer Reinhard Scheer, Daniel Scheer und Christian Quandt durch die drei Nur-Straßenfahrer Felix Loepthien, Maximilian Rathke und Michaela Barz ersetzt wurden und somit wieder 18 Fahrer auf die Strecke gingen. Die Einigung, den Cup heute zusammen anzugehen, war schnell getroffen und so stürzten sich die Männer und Senioren gemeinsam ins Renngeschehen. Gefahren wurde nach langer Wartezeit endlich wieder mal die Strecke Britz-Joachimsthal-Eichhorst-Zerpenschleuse-Groß Schönebeck-Joachimsthal-Britz. Viel Gegen- und Rückenwind machte es Ausreißern schwer und selbst als es mal auf Kante ging, hatten alle genug Körner, um im Wind zu überleben. Die kleinen Hügel reichten auch nicht, um eine Selektion herbeizuführen, immer wieder fanden sich Fahrer, welche aufkommende Löcher flickten. Auch die Beine der heutigen Quotenfrau im Feld, Michaela Barz (SV Motor Eberswalde), waren gut und so konnte sie sich bis zum Ende des Rennens festbeißen. Mit einer kurzen und heftigen, aber sicher nicht allzu ernst gemeinten Attacke zwei Kilometer vor dem Ziel bedankte sie sich bei den Männern und Senioren für den Windschatten und das schöne Rennen. "Endlich, nach Monaten, hat es mir mal wieder richtig Spaß gemacht und ich konnte wieder etwas Mut schöpften", sagte sie einige Minuten nach dem Zieleinlauf, welcher letztendlich, trotz Frauenpower, doch noch auf einen Massensprint hinauslief. Alle 18 Starter kamen trotz eines schnellen und kampfbetonten Rennverlaufs gemeinsam an. Knapp 40 km/h standen am Ende auf dem Tacho und der Männerfahrer Jörn Hoffmann (BRC Semper) hatte noch die meistern Körner und schmiss sie in einem sehenswerten Spurt auf die Joachimsthaler Straße in Britz. Er gewann unangefochten vor Thomas Altmann und Phillip Hennig (beide Strausberg). Bei den Senioren sackte Jens Spitzbart (SSV Gera) den Sieg ein. Hinter ihm auf dem Treppchen landeten Rene Ristau (Kleinmachnow) vor Peter Witt. Der Pokal für die Tagesgesamtwertung ging bei den Männern mit 14 Punkten an Jörn Hoffmann. Zweiter wurde Sascha Schneider mit 8 Punkten und Dritter der Eberswalder Andreas Ihde. Mit 6 Punkten zogen zwar Thomas Altmann und Phillip Hennig mit ihm gleich, jedoch fuhr Ihde das bessere Zeitfahren. Bei den Senioren setzte sich - auch dank des Zeitfahrsieges - Rene Ristau vor Jens Spitzbart durch. Beide hatten in der Endabrechnung 14 Punkte erkämpft. Dritter wurde Peter Witt mit 10 Punkten. Die gesamte Liste mit den Zeiten vom Zeitfahren, dem Einlauf vom Straßenrennen sowie den aufgerechneten Punkten könnt ihr euch hier herunterladen. Gestärkt mit einer zweiten Ladung Kuchen verstauten alle Teilnehmer ihrer Rennmaschinen und traten zufrieden ihren Heimweg an.

Am kommenden Sonnabend warten schon der nächste Barnim-Cup auf euch und dann kommt es mit Sicherheit zu keinem Massen-sprint, denn der Rundkurs über den Falkenberg steht auf dem Programm.

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