Pannenteufel schlägt beim Falkenberg-Cup drei Mal zu
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Nur einer war schneller - Lydia Wegemund sichert sich beim
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Der Sieger beim 10. Barnim-Cup war heute wohl der Pannenteufel, denn gleich drei Mal hat er zugeschlagen und das eh schon kleine Männerfeld wurde noch mehr ausgedünnt. Nieselregen, nasse Straßen und Wind waren die Zutaten für den gefürchteten Cup am Falkenberg. Diese Kombination und der anhaltende Urlaubsreigen unter den Radsportlern ließ die Starterzahl eher gering ausfallen. Ein Rekord wurde dennoch aufgestellt, denn es waren vier Frauen am Start und somit eine mehr als die bisherige Höchstzahl. Wenn sich alle Teilnehmerinnen des laufenden Jahres bei einem Cup begegnen würden, wäre es schon ein ansehnliches Grüppchen ;-) meinten einige männliche Sportler im Nachhinein. Dass die Mädels nicht nur gut anzusehen sind, bewiesen sie im Kampf um die Platzierungen. Mit den Senioren gestartet, hieß es für sie und die Generation Ü40 den Falkenberg sieben Mal zu erklimmen. Während der "Hügel" von echten Bergziegen sicherlich nur mit einem Lächeln quittiert wird, verlangt der nicht allzu lange und auch nur mäßig steile, daher aber mit hohem Tempo fahrbare Stich Flachländern schon einiges ab. Andere wiederum hatten ihre liebe Mühe mit der feuchten Straße in der Abfahrt und so hatte jeder sein Laster zu tragen. Runde für Runde forderte die Strecke ihre "Opfer" und so quälten sich einzelne Fahrer und "Tandems" über den Kurs. Nur vorne stand noch ein kleines, stabiles Grüppchen und mit dabei zwei der gestarteten Frauen.
Auch das kleine Männerfeld nahm sich alsbald auseinander. Doch hier war nicht nur der selektive Kurs für die Sprengung der Gruppe verantwortlich, sondern auch der Pannenteufel, der gleich drei Mal sein Unwesen trieb. Nachdem sich die Männer an die Senioren herangearbeitet haben, sprengten sie eine Runde später wieder die entstandene Zweckgemeinschaft. Mit Erik Süß (Eberswalde), Philipp Hennig (Strausberg) und Florian Fernow (Zehlendorfer Eichhörnchen) machte sich drei Jungspunde auf den Weg an die Spitze. Weder die verbliebenen Männer noch die Senioren konnten der Tempoverschärfung von Florian Fernow folgen.
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Die Spitze der Männer eine Runde vor Schluss - Florian
Fernow |
Vielmehr bestimmte hinten im Feld schon taktisches Geplänkel die Fahrweise. Erste Rechenspiele bezüglich der Punktewertung wurden auf dem Rad gelöst und zurückgefallene Konkurrenz um den Gesamtsieg ließ man an der langen Sichtleine verhungern. Nach 56 Kilometern und sechs schmerzenden Überfahrten des Falkenberges stand nun, an genau jenem, der Zielspurt für die Frauen und Senioren an. Dem Antritt von Michael Winselmann (Weltraumjogger Berlin) konnte niemand mehr etwas entgegensetzten und so fuhr er ungefährdet seinem ersten Cup-Sieg in der laufenden Saison entgegen. Mit diesem Sieg steht die "Rechenmaschine" des Tages nun bereits mit 34 Punkten an zweiter Stelle der Jahreswertung, welche trotz urlaubsbedingter Abwesenheit immer noch mit 36 Punkten von Carsten Nielsen (Eberswalde) angeführt wird. Dritter in der Gesamtwertung ist mit 30 Punkten Uwe Rosenkranz (Eberswalde), wobei ihm Torsten Riedel (RV Iduna Berlin) mit nur einem Punkt Rückstand im Nacken sitzt. Im Tagesklassement hingegen trumpfte Frauenpower auf und Lydia Wegemund (RV Iduna Berlin) kämpfte sich auf einen starken zweiten Platz. Dritter wurde der Sturmvogel Jan Skowrnowski aus Potsdam. Auch der gute sechste Rang von Stine Hoffmann (RC Charlottenburg) - als zweite Frau an der Spitze der Senioren durchgefahren - soll hier nicht unerwähnt bleiben.
Die Spitze der Männer, welche zwei Runden mehr zu bestreiten hatten, machte das Podium in einem sehenswerten Endkampf unter sich aus. Ganz oben auf dem virtuellen Treppchen konnte am Ende der Strausberger Philipp Hennig Platz nehmen, der damit seine Führung in der Gesamtwertung unter Abwesenheit seines Vereinskollegen und Zweitplatzierten Thomas Altmann und dem Dritten, vom Pannenteufel geschlagenen Andreas Ihde, komfortabel ausbauen konnte. Der derzeitige Zwischenstand heißt 47:38:31 Punkte. In der Tageswertung knapp geschlagen nahmen Erik Süß und Florian Fernow, welcher nicht so wirklich nach vollem Endspurt aussah, auf dem Stockerl Platz. Erwähnt soll auch noch der Kämpfer des Tages werden. Trotz roter Laterne und schwindenden Kräften zeigte Jan Schmidt (Helle Mitte Berlin) Sportsgeist und fuhr das Rennen alleine zu Ende. Kopf hoch, es kommen auch wieder bessere Tage.
Wie ihr seht, geht es so langsam in die heiße Phase was die Gesamtwertung angeht. Die nächsten wichtigen Punkte gibt es schon in zwei Wochen beim Bergpokal, wo hoffentlich mal wieder ein paar mehr Sportler antreten werden und ein interessanter Kampf um den Wanderpokal entflammen wird.
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