Prestige-Sieg für Erik Süß (Männer) und Michael Winselmann (Senioren) beim Bergpokal 2009
|
|
Beißen bis zur Linie - Lohn für die Schinderei der Sieg für Erik Süß |
Einer der Barnim-Cup-Höhepunkte stellt jährlich, eigentlich im Rennsommerloch liegend, der Bergpokal dar. Doch wie schon die ganze Saison über, wurden uns auch für diesen Termin kurzfristig Rennen vom BDR reingedrückt und vom eigentlich standardmäßigen Sommerloch im Rennkalender war in diesem Jahr keine Spur. Um so mehr danken wir den treuen Barnim-Cup-Startern, die auch an diesem Sonnabend an der Startlinie standen, denn die Cup-Serie wurde ja für euch ins Leben gerufen und ohne genügend Teilnehmer kann der Cup nicht dauerhaft aufrecht erhalten werden. Also macht mal wieder etwas Werbung in der C-Klasse in und um Berlin und natürlich auch bei den Senioren und Frauen. Sorry für die Off-Topic und zurück zum Thema.
Die Sonne leistete, wie so oft zum Bergpokal, volle Arbeit und brannte unbarmherzig vom blauen Himmel hinunter. Die Entscheidung, lieber das Gewicht der zweiten Trinkflasche die Hügel und kleinen Berge hochzuschleppen als wegen falschverstandenem Gewichtsfetischismus an Flüssigkeitsmangel und möglichen Krämpfen zu leiden, war vor dem Start schnell getroffen. Über die zu absolvierenden Extrarunden am Falkenberg hingegen, schien es bei den Männern noch Verhandlungsbedarf zu geben. Am Ende stand die Einigung für vier Überfahrten für die U40-Klasse. Die Senioren machten sich als erstes auf die Strecke. Mit im Gepäck erfreulicherweise wieder drei Frauen und das Wissen, zwei Falkenbergrunden drehen zu müssen. Das Rennen ging zur Erleichterung einiger Dieselmotoren unter den Rennern moderat los. Das heißt, die obligatorische Attacke am Oderberg, zwei Kilometer nach dem Start, blieb dieses Mal aus und alle konnten erst einmal warmlaufen. Doch der Struwenberg vor Hohenfinow zeigte unbarmherzig auf, wer am Berg noch Trainingsrückstand aufzuweisen hat. Das Feld bröckelte. Die Männer hingegen schienen mal wieder einem Stillhalteabkommen zu folgen und jagten geschlossen den Senioren und somit dem dreiminütigen Startrückstand nach. Die zweite, d.h. die zurückgefallene kleine Gruppe der Seniorenstarter wurden kurz nach der Wende von der "Jugend" geschluckt, welche nun für gut 15 bis 20 Kilometer eine windgeschützte Heimat für die leicht erschöpften Ü40er bot. Vorne hingegen nahmen sich die übrigen Senioren weiter auseinander. Der Falkenberg tat seine Arbeit und sprengte sowohl diese Gruppe als auch später das Männerfeld. Wobei bei Letztgenannten zuerst einmal die eingeschlichenen Senioren herausfielen und später auch einige Männer die Kraft verlies. Vorne bei den "Alten" fuhren drei Mann auf und davon, nahmen sich dann aber erst auf den letzten Kurbelumdrehungen am Zielberg die entscheidenden Meter um den Sieg ab. Die meisten Körner hatte erneut der Sieger vom vorhergehenden Falkenberg-Cup Michael Winselmann - noch Weltraumjogger Berlin ;-) Dahinter kamen mit gebührendem Sprinterloch Rene Ristau (Kleinmachnow) und Gerhard Wegner (RV Iduna Berlin). Bester Eberswalder wurde Carsten Nielsen auf dem vierten Rang. In der Gesamtwertung liegt nun der Bergpokalsieger Michael Winselmann mit 42 Punkten zwei Zähler vor Carsten Nielsen. Um den dritten Platz streiten sich derzeit Uwe Rosenkranz (30 Punkte), Torsten Riedel und Rene Ristau mit je 29 Punkten. Die Männer hielten die Spannung noch ein wenig länger aufrecht. Zu acht kamen sie zur Zieldurchfahrt, wo fast alle Senioren noch auf einen spannenden Sprint warteten. Ca. sechs Kilometer später kam es dann auch dazu, doch der Kräfteverschleiß auf der Strecke forderte nun im Kampf Mann gegen Mann sein Tribut und so nahmen sich die vor wenigen Minuten noch gemeinsam rollenden Sportler am letzten kurzen aber nicht zu unterschätzenden Zielhügel noch einmal auseinander. Am Ende waren es drei Mann, die eine reele Chance auf den Tagessieg hatten. Die lautesten Anfeuerungsrufe gepaart mit den besten Beinen des Tages verhalfen Erik Süß (Motor Eberswale) zum Sieg. Hinter ihm sauste im Tigersprung der Tageszweite Philipp Hennig (RSC Strausberg) über die Linie. Dritter wurde Jörn Hoffmann (BRC Semper). Ein tolles Ergebnis für Erik und für Eberswalde, endlich ist der Wanderpokal mal wieder bei den Gastgebern. Auch die Mädchen sollen nicht unerwähnt bleiben, Stine Hoffmann (RC Charlottenburg) und Lina-Kristin Schink (RSV Werner Otto) fuhren ein gutes Rennen, auch wenn es dieses Mal nicht für eine ganz vordere Platzierung im Feld der Senioren reichte. An dieser Stelle ein sportliches Lob an alle, die das Rennen aufgenommen haben und sich trotz aussichtsloser Siegchancen durchgequält haben.
Ein schöner Cup mit verdienten Siegern ging mit vielen helfenden Händen am Streckenrand störungsfrei zu Ende und klang bei Kaffee und selbstgebackenen Pflaumenkuchen aus. An dieser Stelle noch einmal ein großes Dankeschön an die Streckposten und Begleit-fahrzeuge, ihr habt euren Job gut gemacht. Am nächsten Sonnabend steht mit Tiefensee der vorerst letzte Cup an, denn die Entscheidung im Kampf um die Gesamtwertung wird erst im Oktober bei den letzten beiden Trainingsrennen fallen.
Dein Kommentar:
* Bitte unbedingt ausfüllen - danke!
Kommentare:
(1) von: ui am: Mittwoch, 26.08.2009 (Löschen)
Glückwunsch Dicka zum ersten Sieg in den Männer-Klasse auch wenns nur Cup war...Form halten und jetzt in der letzen hälfte noch einmal bestätigen