Montag, 24. August 2009

Eberswalder Sieg bei Uckermärischer Meisterschaft

Sieg Maennerlizenzklasse Schoenow 2009

  Gesamt- und Klassensieg im Lizenzrennen in Schönow für Nico
           Lobjinski vor Sascha Tscherpel und Florian Fernow

"Alle Jahre wieder...", so oder ähnlich könnte dieser Bericht beginnen, denn wieder machte sich ein großer Schwarm Radrennfahrer des SV Motor Eberswalde zur Uckermärkischen Meisterschaft in Schönow auf. Mit insgesamt 16 Sportlern fielen wir in den kleinen Ort nahe Schwedt/Oder ein und brachten im Gepäck so manche Ambitionen auf vordere Platzierungen mit, denn waren wir in den Vorjahren doch fast immer verwöhnt worden, was die Pokalausbeute anging. Rückblickend könnte man uns Waldstädter fast schon zum Inventar der Uckermärkischen Meisterschaften zählen, denn standen wir schon am Start, als die offenen Stadtmeisterschaften noch in Schwedt starteten. Seit dem hat sich viel geändert. Nicht nur die Rennstrecke wurde verlegt, sondern auch der Leistungsanspruch stieg von Jahr zu Jahr, genauso wie die Teilnehmerzahlen. Mit etwa 60 Sportler in einer Rennklasse startend begonnen, standen in diesem Jahr fast 200 Renner in drei getrennten Rennklassen an der Startlinie. Im ersten Rennen des Tages wurden die Lizenzfahrer aller Klasse gemeinsam auf die wellige 67-km-Runde geschickt. Die Schwarz-Orangen wurden durch die Männerfahrer Nico Lobjinski, Dirk Schröder und Erik Süß sowie durch die Senioren Andreas Haertel, Carsten Nielsen und Uwe Rosenkranz vertreten. Ebenso startete Michaela Barz in diesem Rennen, wobei sie auf Grund der abschüssigen ersten Kilometer mal wieder zu viel nachdachte und die Bremsen fest in beiden Händen hielt und so - wie jedes Jahr - das Lizenzfeld ziehen ließ und sich einige Kilometer später erfolgreich in das anrauschende Jedermannfeld einklinkte. Sonst blieb das Hauptfeld der Lizenzinhaber lange relativ geschlossen. Trotz sehr hohem Tempo verpufften die ersten Attacken alle. Zu viele Mannschaften wollten nicht gleich zu Beginn ins Hintertreffen gelangen und auch die Kräfteverhältnisse schienen ausgewogen. Am letzen ernstzunehmenden Hügel vor der Zielpassage lancierte der Berliner Florian Fernow den entscheidenden Angriff. Sechs Fahrer, darunter ein Senior, parierten den Antritt und machten sich auf, den Tagessieg zu erkämpfen. Den richtigen Riecher und vor allem auch den Mut zum Nachgehen bewies einmal mehr der für Eberswalde startende Männerfahrer Nico Lobjinski. Immer auf Sichtweite zum jagenden Feld und den Atem der Verfolger im Nacken spürend kurbelte die Führungsgruppe Kilometer um Kilometer im höchsten Tempo ab. Noch schnell ein Schluck aus der Trinkflasche, für viel mehr war kaum Zeit und fehlte auch der Atem, und schon ging es in den Zielberg vor der abschließenden flachen Spurtgerade. Florian Fernow, der sich noch einmal abgesetzt hatte, wurde von der Spitze geschluckt und Nico Lobjinski setzte sich in einem sehenswerten Spurt gegen die Konkurrenz durch. Das Feld kam mit 33 Sekunden Rückstand ins Ziel. Alle gestarteten Eberswalder saßen noch in diesem, konnten aber vor allem auf Grund der ungewöhnlichen Alterseinteilung (Senioren ab 30 bis Open End) leider keinen Erfolg mehr verbuchen. Mit Platz 14. und 15. können die beiden Senioren Carsten Nielsen und Andreas Haertel aber dennoch zufrieden sein.

3. Rang Juniorenwertung Jedermann Schoenow

3. Platz für Neuling Florian Ebert in der Juniorenklasse Jedermann

Im Feld der Jedermänner tummelten sich mit Florian Ebert, Rainer Falke, Peter Fischer, Ingolf Fix, Karl Haak, Andreas Ihde und Torsten Strenge ebenso sieben Sportler von  Motor und die achte wurde, wie oben bereits erwähnt, als bald aufgesammelt. Ein sehr sportliches Tempo von etwa 40 km/h wurde angeschlagen, wobei streckenweise das Tacho auch bei 48 km festzufrieren scheinen wollte. Vorne wurde also kräftig am Horn gezogen, während es hinten bröckelte. Erst als das Feld bei Kilometer 35 etwa um die Hälfte dezimiert war und die Kräfteverhältnisse relativ gleich waren, stellte sich auch hinten ein "sicheres" fahren ein. Gerade für Rainer Falke und Michaela Barz unsere beiden "Angsthasen" was das Feldfahren anbelangt, war das ein erlösender Moment, denn hieß es nun nicht mehr "Löcher flicken oder abfallen", sondern einfach nur noch "am Rattenschwanz durchbeißen". Und so kam es am Ende auch. Alle Attacken aus dem Feld heraus wurden sofort von der Konkurrenz beantwortet. Auch wir, die Schwarz-Orangen - komplett im Spitzenfeld vertreten -, lancierten den einen oder anderen Angriff, mussten aber auch ab und an die Jagenden spielen und Ausreißer wieder einfangen. Am Zielberg versuchte Andreas Ihde noch einmal zu entkommen, doch die Kraft reichte am Ende nicht aus, um den gewonnenen Vorsprung zu verteidigen. Doch ein Platz auf dem Treppchen war der verdiente Lohn für die Mühen. So konnte er sich am Ende über den 3. Rang in der Seniorenklasse I freuen. Den gleichen Platz erkämpfte sich Radsportneuling Florian Ebert in der Juniorenwertung. In der Seniorenklasse I wurde Peter Fischer 12., Ingolf Fix wurde in der Seniorenklasse II guter 6. und Torsten Strenge erkämpfte sich in gleicher Klasse den 10. Platz. Knapp am Treppchen vorbei schrammte Karl Haak, der den 5. Platz in der Seniorenklasse III belegte und genau einen Rang vor Rainer Falke einkam. Michaela Barz, im Lizenzfeld gestartet und einige Minuten später im Jedermannfeld abgetaucht, hielt sich wacker und überquerte mit dem Hauptfeld die Ziellinie. Am Ende reichte das für den 2. Platz in der Seniorenwertung wI und den 3. Gesamtrang in der Frauenkonkurrenz.

Den letzten Pokal des Tages sicherte sich aus Eberswalder Sicht Bernd Borchert. Der 66jährige startete im kurzen Rennen über 28 Kilometer und musste den Zielberg glech zwei Mal erklimmen. Viel Trainingsfleiß im Vorfeld und Kampfgeist am Renntag sicherten ihn den 3. Platz in der Klasse Senioren IV. Damit ließ er im internen Kampf Vereinskollegen Egon Hagemann hinter sich, der am Ende den 5. Rang in dieser Altersklasse belegte.

Ein sonniger Renntag ging bei guter Organisation zu Ende. Mit dem Sieg durch Nico Lobjinski, der auch den Titel Uckermärkischer Meister einheimste, da er in Templin wohnhaft ist, sowie vier weiteren Treppchenplätze können die Eberswalder durchaus zufrieden sein, auch wenn die eine oder andere Ambition auf eine vordere Platzierung im mitgebrachten Gepäck festgesteckt haben zu schien und wieder nach Hause mitgenommen wurde.

Kommentare:

(1) von: Zarterfalter am: Mittwoch, 26.08.2009 (Löschen)

"Wie ist unsere Form Enorm, Nagelt die Tore zu Eberswalde gibt keine ruh" "Und auf zur letzten Saisonhälfte jetzt holen wir die Sieg"

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