Kälterennen in Neuenhagen mit Sieg versüßt
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Sieg für Maximilian Rathke
(Mitte) in Neuenhagen in der |
Nach dem vergangenen Spätsommerwochenende in Strausberg kam uns das Rennen heute in Neuenhagen fast schon wie ein Winterausflug vor. 7°C zeigte die Pulsuhr nach dem Rundenwirbel der Altherren im Durchschnitt an. Während wir uns also vor einer Woche in Strausberg noch kurz vor dem Startschuss unserem Unterhemd entledigt hatten, suchten wir heute früh verzweifelt die eingemotteten Wintersachen zusammen. Windstopperunterhemd, Langarmtrikot, Winterjacke zum Warmfahren, lange Hose, dicke Handschuhe, Kopftuch, Überschuhe... Nach gut 20 Minuten war der Rucksack endlich vollgestopft und es war gut so, denn Neuenhagen schien noch kälter und feuchter als unser Startort Eberswalde. Als erstes aus dem warmen Auto auf die kalte Straße mussten Maximilian und Michaela. Sie drehten im Rennen der Senioren ab 51 Jahre ihre Runden. 18 von denen waren zu bewältigen. Attacken prägten bis zum Schluss das Rennen, wobei das Tempo teilweise enorm hochschnellte, aber dann auch wieder, sich belauernd, zusammenfiel. Die härteste aller Runden war wohl die Prämienrunde, doch auch die überlebten beide Eberswalder im kleinen Feld der Aufrechten, die trotz Wind, Nieselregen, Kälte und Konkurrenzveranstaltungen den Weg nach Neuenhagen zu früher Stunde gefunden hatten. So langsam wurden die Beine schwerer und die Sehnsucht nach der Glocke wuchs und wuchs. Dann endlich ertönte sie und alle rüsteten zum entscheidenden Spurt, denn niemand hatte es geschafft, sich dauerhaft abzusetzen. Die letzte Kurve wurde in höchster Geschwindigkeit durchfahren und schon war der Kampf um den Sieg in vollem Gange. Neben den konkurrierenden Sportlern war da auch noch der Gegenwind, der besiegt werden musste. Maximilian bewies einmal mehr, dass er einen harten Antritt hat und überquerte als Gesamtzweiter die Ziellinie und sicherte sich damit den Sieg in seiner Altersklasse. Super!!! Auch Michaela überzeugte in diesem Rennen und hielt bis zum Schluss in der Gruppe mit und hat somit auch ihr erstes Rundstreckenrennen seit Jahren schadlos überlebt.
Umgezogen, d.h. warm eingemurmelt in alles was trocken und auffindbar war, und mit heißem Kaffee und Kuchen gekräftigt, stärkten Maximilian und Michaela nun die übrigen Renner auf der Strecke, wobei ihre Anfeuerungsrufe in erster Linie natürlich den Vereinskameraden Andreas H., Erik, Florian und Torsten galten, aber auch für befreundete Sportler aus anderen Vereinen blieb noch etwas Kraft zum Anspornen übrig. Wegen der "sommerlichen" Temperaturen einigten sich die Männer bis 50 Jahre auf eine Rennverkürzung von 10 Runden. Somit blieben 20 Runden á 2,2 km übrig, um der Konkurrenz das Fürchten zu lehren. Diese Lehrstunde ließ auch nicht lange auf sich warten und Fabian Pohl (Team Isaac) ließ es so richtig krachen. Schnell fand sich eine sechsköpfige Spitzengruppe, die sich bald noch einmal teilte. Vier Mann Spitze, zwei Verfolger und das Feld - eine Rennkonstellation die lange anhielt, aber schlussendlich von einigen im Hauptfeld noch nicht als zufriedenstellend angesehen wurde und so machten sich noch einmal vier Mann aus dem Staub. Leider war in keiner der Gruppen ein Eberswalder vertreten. Während Florian mit sich und den feuchten Kurven kämpfte und das Feld einige mal aufrollen ließ, verbissen sich Erik und Andreas H. in der großen Gruppe, müssen aber zugeben, dass die Saison wohl doch langsam vorbei ist. Torsten ließ sich nur einmal schlucken und konnte am Ende mit seiner Leistung zufrieden sein. Mit Fabian Pohl gewann der Fahrer, der die Spitzengruppe initiiert hatte und sich zwei Runden vor Schluss noch einmal aus dieser absetzten konnte. Nach dem Rennen gab es auch für die übrigen Eberswalder Kaffee und Kuchen und sogar noch den 4. und 5. Platz in der Altersklasse 41 bis 50 Jahre für Andreas H. und Torsten zu feiern. Eine schöne, wenn auch kalt-feuchte Rennveranstaltung ging am späten Mittag zu Ende. Danke an den Veranstalter und die Sportler, die einmal mehr die schwarz-orange Flagge hochgehalten haben.
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