Donnerstag, 18. Februar 2010

Schuster bleib bei deinen Leisten

Felix aus Amerika

      Felix genießt die Sonne an der Westküste Kaliforniens ...

Liebe Radsportgemeinde aus Eberswalde und Umgebung, heute will ich Euch endlich mal berichten, wie man an der Westküste Kaliforniens radelt. Wie ja einige von Euch wissen, hat mich das Auslandssemester meiner Frau hierhin, genauer nach Bonny Doon bei Santa Cruz verschlagen. Und genau das ist auch schon eines meiner größten Probleme hier. Denn obwohl ich im hügeligen Taunus aufgewachsen bin, wird aus mir wohl nie ein Kletterer werden und Bonny Doon liegt in den Hügeln rings um Santa Cruz auf ca. 600m. Das bedeutet, dass wenn ich mal an der Küste in flacher Topographie fahren will, ich immer eine Stunde bergauf zum Trainingsende einplanen muss. Aber jetzt habe ich erst mal genug gejammert und erzähle mal wie hier die Samstagsrunde aussieht, denn alleine um die einmal mitzufahren lohnt sich der Besuch: Man trifft sich morgens um 8:00 am Hafen, meist so eine Gruppe von 20 Leuten, dann eiert man im langsamsten Tempo die Küste entlang und aus allen Winkel und Ecken der Stadt kommen neue Radler dazu bis die Gruppe so auf 60-70 Fahrer anwächst. Dann geht es hinein ins Valley und sobald man die Stadt hinter sich gelassen hat wird auf`s Gas gedrückt und die Gruppe fährt Renntempo.

Felix in Amerika die Zweite

    ... und gibt den "Poser" ;-)   -   Felix, wir vermissen dich hier

Die nächsten 30 Kilometer geht es über leichte Wellen im 40er Schnitt und das ganze gipfelt in einem Ortsschildsprint. Jetzt radelt die Gruppe gemütlich weiter, es wird sich verpflegt und gepinkelt und in Watsonville teilt sich die Gruppe. Je nach Lust, Laune und aktueller Form kann man sich für eine kurze (80km), mittlere mit Steigung (90km) und lange Runde (120km) entscheiden. Ich fahr meistens die kurze, da die schon für mich Flachlandtiroler genug Steigungen hat und mit Nachhausefahrt komme ich dann auch auf 100km. Das reicht! Dann geht es wieder zurück an der Küstenstraße. Im Ozean paddeln zwischen Seeottern, einem Haufen Algen und manchmal auch Haien die Surfer und die halbe Stadt ist auf den Beinen und genießt den Sonnenschein. Der war hier nämlich bis Mitte Dezember und nach ein paar Regenstürmen sieht es so aus, als sei er jetzt wieder da. Meine Wintersachen hätte ich mal schön daheim lassen können, ich glaube manch ein Radler hier hat noch nicht mal eine lange Hose im Schrank. So! Im April will ich hier die ersten Rennen mitmachen und dann geht es auch schon bald wieder nach Hause. Bis ich dann beim Cup wieder mitfahren kann habe ich eh meine gute Form durch die ganze Umzieherei verloren und fange dann wieder mit Euch an.

Bis dahin grüßt mir den Schnee und super Wetter auf Malle wünscht Euch Euer Felix.

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